Kindersicher durch die Weihnachtszeit

So schnell kann man gar nicht gucken. Zielstrebig krabbelt das Baby auf den gerade aufgestellten Weihnachtsbaum zu und steckt sich etwas in den Mund. Was war denn nun heruntergefallen? Dem Entdeckerdrang von Babys und Kleinkindern bieten Advents- und Weihnachtszeit ganz neue Möglichkeiten. Zerbrechliche Dekorationen, kleine Spielzeugteile, Silberpapier, Kerzen, Nüsse – da gibt es vieles, das Eltern im Blick haben sollten. Besonders wenn sie bei Freunden oder der Familie zu Besuch sind, deren Haus nicht kindersicher ist. Darauf weist unter anderem die Bundesarbeitsgemeinschaft ‚Mehr Sicherheit für Kinder e.V.‘ hin.

Sinnvoll ist es, die adventlich geschmückte Wohnung auf kritische Gegenstände und Situationen zu prüfen. Mit der folgenden Checkliste wird Weihnachten zu einem Fest voller Freude – ganz (kinder-) sicher!

Weihnachtsbaum

  • Standfest: Der Weihnachtsbaum fällt leicht um, wenn sich kleine Kinder daran hochziehen. Für Standfestigkeit sorgt eine reißfeste Kordel, die um den Stamm geführt und an einem gedübelten Wandhaken befestigt wird.
  • Feuer: Besser als Kerzen sind GS-geprüfte Lichterketten. Wer auf echte Kerzen nicht verzichten möchte, stelle sie standsicher und in ausreichendem Abstand von Kind und brennbaren Dingen auf, zum Schutz vielleicht in einem festen Windlicht. Und bitte daran denken: Nicht den Raum verlassen, ohne die Kerze zu löschen!
  • Baumschmuck: Ideal ist nicht zu kleinteiliger, mit ungiftigen Farben bemalter und bruchsicherer Schmuck. Fragile Kugeln sollte man in für Babys nicht erreichbarer Höhe aufhängen.

Dekorationen

  • Tischdecke: Kleinkinder ziehen sich an allem hoch, was sich ihnen bietet. Eine Tischdecke kommt da gerade recht, und landet dann mit allem was darauf liegt, auf dem Boden. Besser darauf verzichten.
  • Adventskranz: Brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen. Tannengrün und Dekorationen laden zum Spielen mit dem Feuer ein.
  • Löschen: Feuerlöscher, einen Eimer Wasser oder eine Gießkanne zum Löschen bereit halten. Auch eine (Feuerlösch)Decke kann ein kleines Feuer schnell ersticken.
  • Rauchmelder: Ab dem 1. Januar 2015 sind sie Pflicht: Rauchmelder warnen frühzeitig, wenn es trotz aller Vorsicht offen brennt, oder ein kokelnder Schwelbrand allen die Luft nimmt.

Backen und Kochen

  • Hitze: Kinder ab etwa drei Jahren haben Freude daran, Plätzchen auszustechen. Unbedingt den vorsichtigen Umgang mit dem heißen Herd vermitteln. Selbst auch immer Topflappen benutzen und Heißes außerhalb der Reichweite neugieriger Kinder abstellen. Kleinere Kinder können vom Hochstuhl oder Laufstall aus zusehen.
  • Sicherheit: Sich vor dem Backen und Kochen die Gefahrenquellen in der Küche bewusst machen: Backofen, Herd, Wasserkocher, Messer…. Wer von der Tür aus einen kritischen Blick durch die Küche schweifen lässt, sieht mehr!
  • Verschlucken: Keine Erdnüsse zum Backen oder Naschen für kleine Kinder verwenden. Sie sind der häufigste Grund für Erstickungsanfälle durch Verschlucken bzw. versehentliches Einatmen. Erdnüsse oder Zierperlen fürs Backwerk stecken sich kleine Kinder auch gerne mal in die Nase. Also darauf verzichten oder ganz weit weg stellen.

Geschenke und Verpackungen

  • Tüten und Bänder: Leere Plastiktüten und Schnüre direkt verknoten und außer Reichweite deponieren. So geraten Kinder gar nicht erst in Versuchung, sich Tüten über den Kopf zu ziehen oder Schmuckbänder, die nicht reißen, als Kettenersatz um den Hals zu wickeln.
  • Geschenkverpackungen: Papier direkt einsammeln. Es reizt dazu, in den Mund gesteckt und verschluckt zu werden.
  • Spielzeug: Mit dem Warnhinweis „Nicht für Kinder unter drei Jahren!“ gekennzeichnete Spielsachen gehören nicht in Babys Hände. Möglicherweise lösen sich Kleinteile, die verschluckt werden können.
Kindersicher durch die Weihnachtszeitzoom

© Pixabay

 
Bambinchen Facebook
Info-Video Bambinchen
Google+ aktivieren
Twitter aktivieren

Die Ziege begleitet den Menschen seit tausenden von Jahren und ist ihm ein wertvoller Milchlieferant. Grund genug, einen Fokus auf die Ziege und ihre Milch zu legen.

Hier finden Menschen mit Kuhmilchunverträglichkeit, Eltern mit kleinen und großen Kindern sowie Fachleute aus Medizin und Ernährung umfangreiche Informationen zur Ernährung mit Ziegenmilch.